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Neue Entwicklungen
Dezember 2008:
Turbulente Neuerungen im kanadischen Immigrationswesen
Mit Datum vom 27. Februar 2008 war die Bearbeitung neu
eingereichter Gesuche gestoppt worden, und alle neuen Gesuche wurden bis auf
weiteres aufs Eis gelegt. Im Sommer 2008 hatte das Parlament Aenderungen im
Einwanderungswesen bewilligt. Was nun passieren würde, war damals aber
ungewiss. Das Parlament gab dem zuständigen Minister den Auftrag und die
Autorität zu bestimmen, wer genau einwandern kann.
Nach 9 Monaten Ungewissheit hat der Minister nun am 28. November eine Liste
von bevorzugten Berufen bekanntgegeben. Alle Gesuche von Personen mit
Berufen, die nicht auf dieser Liste stehen, werden nicht bearbeitet.
Worum handelt es sich bei diesen Berufen? Es sind knapp 40 Berufe, welche
vor allem das Gesundheitswesen, den Bau- und Erdölsektor, Tourismus, und die Lehre an höheren
Schulen und Universitäten betreffen.
Die Bedeutung dieser Massnahmen ist klar. Wie unsere Firma in früheren
Analysen aufgezeigt hatte, ist eine Sättigung eingetreten und die offene
Einwanderung nach Kanada ist massiv eingeschränkt worden. In Zukunft wird
nur noch eine kleine Minderheit von Fachpersonal solche Gesuche eingeben
dürfen.
Weiterhin möglich sind Einwanderungen, wo ein Stellenangebot vorhanden ist.
In den meisten (aber nicht allen) Fällen wird dies über ein vorerst
temporäres Arbeitsvisum abgewickelt werden, und die Stelle muss zum
Zeitpunkt der permanenten Einwanderung immer noch bestehen.
Solche Aenderungen sind in der kanadischen Einwanderungsgeschichte als
äusserst einschneidend zu betrachten. In den meisten anderen westlichen
Ländern ist es aber völlig normal, permanente Einwanderungen an
Arbeitstellen und/oder Aufenthaltszeit im Land zu binden. Kanada hatte lange
eine einzigartige Position als Einwanderungsland, sah sich nun aber wegen
dem massiven Anstieg der Einwanderungsgesuche und der Konsequenz von
unsinnig langen Wartezeiten zu diesem Schritt gezwungen.
Wo die Ankündigung der Regierung nach fast einem Jahr endlich Transparenz
und Stabilität bringen sollte, ist nun aber zur gleichen Zeit eine grosse
Turbulenz entstanden.
Auf der einen Seite haben sich die dunklen Wolken der weltweiten
Wirtschaftskrise auch in Kanada verdichtet, und Anzeichen einer Rezession
werden auch hier spürbar. Dies bedeutet ein weiteres grosses Fragezeichen
zur Wünschbarkeit von neuen ausländischen Arbeitskräften.
Auf der anderen Seite hat sich von der politischen Seite her eine massive
Turbulenz entwickelt. Die Oppositionsparteien haben eine neue liberale
Koalition angekündigt, und wollen die konservative Regierung stürzen und
ersetzen. Dies ist rechtlich auch ohne eine Neuwahl möglich, da die
konservative Partei nach den Wahlen im Oktober nur eine Minderheitsregierung
bilden konnte.
Falls diese Koalitionsregierung die Macht übernimmt, werden diese Neuerungen
im Einwanderungswesen mit grosser Wahrscheinlichkeit rückgängig gemacht,
oder mindestens abgeändert. Oder dies ist wenigstens was uns die Politiker
erzählt haben. Ob eine neue Regierung bei der Ueberprüfung aller Tatsachen
die Suppe dann immer noch so heiss essen will, wie sie jetzt gekocht wird,
ist natürlich eine andere Frage, und die Zukunft steht völlig offen.
Man muss sich aber bewusst sein, dass die frühere eingleisige
Einwanderungsspur nach Kanada nun durch eine verwirrende Vielzahl von
verschiedenen Programmen und Möglichkeiten ersetzt worden ist. Selbst wer
auf der Liste der bevorzugten Berufe steht, hat vor allem in Berufen mit
einem Lehrabschluss keine Garantie, dass die Ausbildung und andere
Bedingungen zur Einwanderung für einen positiven Entscheid ausreichen.
Weiterhin bestehen geschäftliche Einwanderungsprogramme
und Programme im Zusammenhang mit Investitionen.
Es ist möglich, seine Einwanderung selbst zu planen und gegenüber den
Behörden zu vertreten. Das Internet ist voll von Informationen oder gar
automatisierten Expertensystemen, welche einem bei der Einwanderung helfen
sollen.
Gerade in diesen turbulenten Zeiten und einer Vielzahl von
Entscheidungsmöglichkeiten erachten wir den Beizug eines erfahrenen und
lizenzierten Experten als besonders wichtig. Persönliche Beratung,
Berücksichtigung aller Möglichkeiten in Ihrer Situation, und Vertretung des
Gesuches gegenüber den Behörden kann der Schlüssel sein zum Erfolg und zur
Sicherheit bei Ihren Einwanderungsplänen.
Christoph Rohner und Hubertus Liebrecht
Mehr Informationen und Hintergrund zu dieser Aenderung im
Einwanderungswesen:
Siehe Liste und Links zu früheren Analysen auf unserer
Homepage
(zurück zum Anfang)
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Kanadische
Nachrichten: Im Gegensatz zu den USA hat
Kanada eine staatliche Radio- und Fernsehgesellschaft, und weitere private
Sender.
Gute Nachrichten erhält man in Kanada durch die sehr
populäre CBC (Canadian Broadcasting
Corporation) - auch mit guten online Artikeln und video clips.
Eine weitere Quelle für gute online Nachrichten sind die
grossen Zeitungen
'National Post' und
'Globe and Mail'.
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